Knie 2018-11-06T21:55:12+00:00

KNIE-OPERATIONEN IN STUTTGART

DAS KNIEGELENK IST KOMPLEX – VERTRAUEN SIE UNSERER FACHKOMPETENZ

Als das größte Gelenk im Körper ist das Kniegelenk äußerst wichtig und besonders anfällig für Verletzungen. Wenn Kniebeschwerden nicht rechtzeitig behandelt werden, kann dieses dauerhaft geschädigt werden. Wenden Sie sich deshalb frühzeitig an unsere Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Stuttgart und holen Sie sich eine fachkompetente Diagnose ein.

UNSERE BEHANDLUNGEN IM BEREICH DER KNIECHIRURGIE:

  • Meniskuschirurgie
  • Ersatz des vorderen Kreuzbandes
  • MPFL Plastik bei Kniescheibenausrenkungen
  • Knorpeltransplantation ( ACT, AMIC und OATS)
  • Kniegelenksnahe Umstellungsoperationen
  • Kniegelenksprothese

DIE ORTHOPÄDIE ERHÄLT DIE BEWEGLICHKEIT IHRER KNIEGELENKE

Das Knie ist eines der Gelenke, das beim Menschen allein durch das Gewicht am meisten belastet wird. Hinzu kommen Risiken, die sich durch die Folgen von Unfällen ergeben. Schon kleine Fehlstellungen können unbehandelt dazu führen, dass eine Kniearthrose den Ersatz durch eine Knieendoprothese erforderlich macht. Solche Knieoperationen führt Dr Quercetti in der medius Klinik in Ruit Ostfildern durch.

Dr Quercetti implantiert Knieprothesen grundsätzlich computernavigiert, sodass eine gleichbleibende Qualität garantiert ist. Er führt diese Art Eingriffe seit 10 Jahren durch, bis 2014 als Chefarztvertreter, jetzt als selbstständiger Konsiliararzt der Kreiskliniken Esslingen gGmbH medius Klinik Ruit. Auch eine gute und fachkundige stationäre Betreuung unserer Patienten nach der Knieoperation ist durch das ehemalige Team von Dr. Quercetti  gegeben.

WIR BEREITEN SIE IN UNSERER PRAXIS IN STUTTGART AUF DIE OP VOR

Die Basis jeder erfolgreichen Operation am Kniegelenk ist eine solide Diagnostik. Sie gehört zum Leistungsspektrum, welches unsere orthopädische Praxis selbst anbietet. Wir können schon im Vorfeld genau einschätzen, welche Art der Knieoperationen bei Ihren Knochen die beste Behandlung darstellt. Dabei beziehen wir immer auch alternative und nichtoperative Möglichkeiten der Orthopädie mit ein. Ab wann eine OP unumgänglich ist, hängt vom jeweiligen Stadium der an Ihren Knochen im Kniegelenk festgestellten Stadium der Arthrose ab. Eine Knieendoprothese wird spätestens dann notwendig, wenn es sich um eine aktivierte Knieathrose handelt, welche auch Ruheschmerzen und Beeinträchtigungen der Stabilität und Bewegungsfähigkeit der Kniegelenke verursacht.

Dr. med. Johannes Quercetti Marktplatz 11 70173 Stuttgart
0711 - 46 99 66 00
Vereinbaren Sie einen Termin
Telefonische Erreichbarkeit
07:00 - 19:00

WELCHE ZIELE VERFOLGEN WIR MIT OPERATIONEN AM KNIE?

Unsere Zielsetzung besteht immer darin, unseren Patienten mit einem geschädigten Knie die volle Belastbarkeit der Gelenke so lange wie möglich zu erhalten oder diese mit den Mitteln der Chirurgie wiederherzustellen. Deshalb bieten wir alternativ zur Versorgung mit einer Knieendoprothese in unserer Praxis in Stuttgart auch die Knorpeltransplantation zur Behandlung einer Arthrose im Knie an. Dabei handelt es sich um eine minimalinvasive Operation, die einen längeren Aufenthalt in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie vermeidet. Dabei werden von uns in Abhängigkeit von den konkreten Bedingungen in Ihrem Knie die Prinzipien ACT, AMIC oder OATS angewendet.

WIR BETREIBEN PRÄVENTION GEGEN DIE NOTWENDIGKEIT DER OPERATION

Unsere Fachpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Stuttgart beschäftigt sich auch mit den vorbeugenden Maßnahmen. So sollten Fehlstellungen von Gelenken möglichst schon in der Wachstumsphase behandelt werden. Was das Knie betrifft, spielen Schuheinlagen und Orthesen eine wichtige Rolle. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich die von X- und O-Beinen ausgehenden Risiken für eine Kniearthrose deutlich reduzieren und die Notwendigkeit vieler Knieoperationen vermeiden. Eigens dafür bietet unsere orthopädische Facharztpraxis auch die sportmedizinische Beratung der Patienten an. Denn durch die Nutzung geeigneter Protectoren kann das Kniegelenk vor verschiedenen Gefahren geschützt werden.

Das Knie

Vereinfacht gibt es am Knie drei verschiedene Schäden:

Arthrose – das bedeutet, dass die Lauffläche des Kniegelenkes – der Knorpel – nicht mehr intakt ist.

Arthroskopiebild. Erkennbar am Tasthäckchen ist eine flach in das Knorpelgewebe übergehende Fläche blanken , abgeschliffenen Knochens. Nicht geeignet für Knorpeltransplantation. Bei Beschwerden ist ein Kunstgelenk erforderlich.

Knorpelschäden – das bedeutet, dass der Knorpel nicht wie bei der Arthrose abgeschliffen ist, sondern tiefe Risse oder Defekte aufweist, welche prinzipiell reparabel sind

Arthroskopiebild Knie. Am Tasthäkchen erkennbarer Vollschichtiger Knorpeldefekt umbeben vom dickem, intaktem Knorpel. Gegeignet für Knorpeltransplantation.

Bild von einer Arthroskopie

Schäden an den Bändern des Kniegelenkes und Meniskusschäden– Kreuzbandrisse und Risse des MPFL oder Innen oder Aussenband.

Gerissenes vorderes Kreuzband

Arthroskopiebild Knie: Gerissenes vorderes Kreuzband.Quelle eigenes Archiv

In der Folge werde ich kurz die einzelnen Krankheitsbilder und deren Behandlung nach den aktuellen Maßgaben unter anderem meiner Fachgesellschaft, der DKG – Deutsche Kniegesellschaft – beschreiben.

Arthrose des Kniegelenkes:

Die Arthrose am Kniegelenk beginnt meist schleichend. Schmerzen nach längerer Belastung, Schmerzen beim Aufstehen nach längerem Sitzen, Schmerzen, wenn im Bett die Knie in Seitlage aufeinanderliegen.

In diesem Frühstadium ist oft im Röntgenbild noch nichts zu erkennen. Der Knorpel ist lediglich ausgedünnt aber noch nicht bis auf den Knochen abgelaufen. In diesem Stadium kann noch mit kniegelenkserhaltenden Maßnahmen gegengesteuert werden.

Gewichtsabnahme ist die wichtigste Maßnahme. Die Verminderung des BMI um 2 Punkte vermindert das Arthroserisiko um die Hälfte.

  • Gemäßigter Sport und Physiotherapie
  • Schuheinlagen
  • Einnahme eines leichten Schmerzmittels
  • Injektion von Hyaluronsäure , Cortison oder Wachstumsfaktoren
  • Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Sollte der Arthrose eine Achsfehlstellung des Beines zugrunde liegen, kann auch eine operative Achskorrektur des Beines durchgeführt werden. Voraussetzung ist hier jedoch ein Lebensalter bis maximal 60 Jahre.

Computertomographie und 3D CT Rekonstruktion einer Umstellungsoperation ( Begradigung) des Unterschenkels bei ausgeprägtem O Bein. Deutlich erkennbar, der Sägeschnitt um das Unterschenkelplateau anzuheben. Quelle eigenes Archiv

Bei ständigen Schmerzen, eingeschränkter Wegstrecke ,Bewegungseinschränkung des Kniegelenkes und Versagen der kniegelenkserhaltenden Maßnahmen bleibt nur noch die Versorgung mit einem Kunstgelenk.

Die Knieprothese

Heute zutage wird die Knieprothese zumeist als Oberflächenersatz ausgeführt. Das bedeutet, dass die wesentlichen Bänder, welche das Knie führen erhalten bleiben und nur die Lauffläche ersetzt wird. Wie bei einem Zahn, welcher überkront wird.

Kniegelenksoberflächenersatz. Typ Columbus

Kniegelenksoberflächenersatz. Typ Columbus. Bild Fa Aesculap Tuttlingen

Nur bei schwereren Kniearthrosen wird noch die klassische Knieprothese mit Scharnierführung eingesetzt.

Die Knie Kunstgelenke im Einzelnen:

Wenn nur eine Seite der beiden Kniegelenkshöcker abgenutzt ist reicht es eine sogenannte Schlittenprothese zu implantieren. Ich persönlich mag dieses Implantat sehr gerne, da es dem Knie weiterhin eine natürliche Bewegung erlaubt und als einzige Knieprothese vom Patienten einfach auch mal „ vergessen“ wird. Man ist sich nicht mehr bewußt, dass ein künstliches Teil im Knie ist.

Das Operationstrauma ist kleiner, man erholt sich schneller und gerade für ältere Patienten ist dies von Vorteil.

Deshalb entscheide ich mich, wann immer es möglich erscheint, für diesen Prothesentyp.

Wenn beide Anteile des Kniegelenkes verschlissen sind aber die Beinachse weniger als 15° O oder X Bein beträgt und die Kniegelenksbänder innen und aussen intakt sind, kann der komplette Oberflächenersatz zum Einsatz kommen.

Bild Navigationscomputer Orthopilot. Bild Fa Aesculap

Navigationscomputer Orthopilot

Je nach Patient implantiere ich diesen Computernavigiert mit dem Orthopilot( am häufigsten) oder als Individualknieprothese mit computertomographisch erstellten 3 D Schnittschablonen. Bei völlig instabilen Kniegelenken kommt die Scharnierprothese zum Einsatz. Dabei werden sämtliche Bänder des Kniegelenkes entfernt und durch ein Scharnier ersetzt. Hier handelt es sich um einen etwas größeren Eingriff, die Ergebnisse und Haltbarkeit sind aber oft hervorragend.

Knorpelschäden des Kniegelenkes

Knorpelschäden sind nicht mit Arthrose gleichzusetzen. Ein Knorpelschaden beschreibt einen Knorpeldefekt verschiedener Tiefe, welcher von gesundem Knorpel umgeben ist. In etwa so,als ob ein Plasterstein im Kopfsteinpflaster fehlt. Der Knorpelschaden kann im Rahmen einer Osteochondrosis dissecans (OD) auch den darunterliegenden Knochen betreffen. Er entsteht durch Unfall oder im Rahmen einer Knorpel Knochen Erkrankung ( OD)

Die allgemeine Altersgrenze zur „ Reparatur „ von Knorpelschäden liegt bei ungefähr 60 Jahren.

Bei Knorpelschäden von bis zu 1x1cm bietet sich die altbewährte Pridiebohrung an. Arthroskopisch – also in Schlüssellochtechnik – werden in den Knorpeldefekt kleine Bohrungen gesetzt. Dies führt zur Bildung von Ersatzknorpel. Dieser ist etwas minderweriger als echter Knorpel, führt aber oft zur schmerzfreiheit.

Größere Defekte bis ca 4 Quadratzentimeter ersteze ich mit einer AMIC ( Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese). Dabei werden kleine Bohrungen in den Defekt gesetzt. Diese werden dann mit einer speziellen 3 D Matrix aus Collagen überklebt. Auf diese weise haben die Zellen, welche aus dem Knochenmark durch die Bohrungen freigesetzt werden eine bessere „ Führung“ und bilden eine stabilere Oberfläche.

Bei noch größeren Defekten kommt die Knorpeltransplantation zum Einsatz.

Dazu muß zunächst arthroskopisch etwas Knorpel aus dem Knie entnommen werden. Dieser Knorpel wird dann im Labor angezüchtet und nach ca 4 Wochen kann der aus der Anzüchtung entstandene „ Knorpellappen“ auf die defekte Stelle transplantiert werden. Alternativ kann auch eine zähe Lösung mit Knorpelzellen aufgeklebt werden. Dies geht auch voll arthroskopisch.

Bei zusätzlichen Knochenschäden wende ich auch die OATS an. Osteochondrale autologe Knorpel Knochen Transplantation. Dabei wird aus einem „ unwichtigen, unbelastetem“ Anteil des Kniegelenksknorpel ein Knorpel Knochen Zylinder ausgestanzt und in den Knorpeldefekt eingebracht. Bei allen Knorpeldefekten gilt: Solange sie nicht schmerzen – nicht operieren.

Schäden an den Bändern des Kniegelenkes und Meniskusschäden

Schäden an den Bändern und Meniskusschäden müssen nicht immer operiert werden. Innenbandschäden heilen in der Regel immer ohne Operation aus.

Das Vordere Kreuzband hat keine Selbstheilungstendenz. Es kann auch nicht genäht werden. Sollte also operiert werden. Hier ist immer ein Ersatz mit einer anderen Sehne aus dem Körper erforderlich. Zumeist wird hier die Semitendinosussehne – eine Sehne aus der Kniekehle – verwendet.

Eine Kreuzbandersatzplastik sollte erfolgen, wenn der Patient unter 40 Jahre alt ist oder wenn eine ausgeprägte Instabilität des Kniegelenkes besteht. Das Alter steht dann nicht im Vordergrund.

Da das Kreuzband die Verschiebung des Oberschenkels von vorne nach hinten und umgekehrt im Verhältnis zum Unterschenkel steuert beinhaltet die nicht operative Therapie im wesentlichen die physiotherapeutische Beübung zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur.

Ein weiteres Band, welches am Kniegelenk reissen kann, ist das soggenannte Mediale Patello Femorale Ligament  MPFL

Das MPFL reißt häufig bei der Kniescheibenausrenkung.

Bei häufig auftretender Ausrenkung der Kniescheibe oder Fehlstellung derselben, kann eine Bandersatzplastik – MPFL- Plastik durchgeführt werden. Dabei wird ein Sehnentransplantat von der Kniescheibe zum Oberschenkel geführt.

Meniskusschäden lösen stets den „ Reflex“ zur Arthroskopie aus. Aber längst nicht alle Meniskusschäden müssen operiert werden.

Hier gilt es die Rissform und die Beschwerden abzuwägen und je nach dem auch einmal zuzuwarten. Bei jüngeren Patienten empfiehlt sich jedoch auch oft der Meniskuserhalt durch Naht.Auch besteht die Möglichkeit der Behandlung von Meniskusschäden mit einer speziellen Hyaluronsäure.

Sämtliche oben genannten Eingriffe habe ich hundertfach durchgeführt und berate Sie gerne dazu und führe sie auf Ihren Wunsch hin durch.